Light Pipes am Potsdamer Platz in Berlin

Drei Lichtsäulen ragen aus dem Potsdamer Platz. Diese Light Pipes transportieren Sonnenlicht vom Potsdamer Platz in den darunterliegenden Regionalbahnhof. Im unterirdischen Bahnhof werden ausgewählte Standorte mit natürlichem Sonnenlicht beleuchtet und sollen so den Tagesablauf draussen vermitteln.

In der Nacht werden die Light Pipes mit Kunstlicht beleuchtet und erscheinen als leuchtende Säulen. Das unterirdische Leben soll dadurch auf dem Potsdamer Platz sichtbar gemacht werden. (Juni 2000)

Idee & Konzept: ITEG Technische Projekte Planungs- und Organisations GmBH, Ausführung: Heliobus AG.

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Am oberen Ende jeder Light Pipe ist ein Heliostat ovaler Form montiert. Der Heliostatenspiegel wird der Sonne nachgeführt und lenkt das Sonnenlicht in ein innenverspiegeltes Stahlrohr (Light Pipe). In diesem Stahlrohr wird das Sonnenlicht geleitet und tritt durch eine transparente Glasabdeckung in den unterirdischen Bahnhof.

Um das Stahlrohr herum ist in einem gewissen Abstand ein Glasrohr montiert. Die Aussenseite des Stahlrohr sowie die Innenseite des Glasrohrs sind mit einer speziellen hochreflektierenden, transparenten Folie ausgekleidet. Kunstlicht wird auf der Höhe des Deckendurchbruchs in diesen Kreisring eingespiesen und strahlt Licht in den überirdischen und unterirdischen Abschnitt der Light Pipe. Im überirdischen Abschnitt tritt das Kunstlicht seitlich aus der Light Pipe aus und lässt die Light Pipe als leuchtende Säule erscheinen. Im unterirdischen Abschnitt wird das Kunstlicht im Kreisring in den unterirdischen Bahnhof geleitet.

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