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Taghelle Wohnlichkeit in dunkle Kellerräume
Die Heliobus Spiegelschächte bringen Tageslicht in die Kellerräume
Wie es die Heliobus AG anstellt, dass sie Tageslicht in die Kellerräume führen kann, ist natürlich nur eine Angelegenheit ihrer Techniker und Ingenieure, aber die Frauen sind dafür am erstaunlichen Ergebnis interessiert: Wohnlichkeit breitet sich aus.
Natürlich ist es kein Problem, Kellerräume zu erhellen: Glühbirnen und Neonröhren sorgen schon seit Jahrzehnten dafür. Dass das Elektrizität benötigt, ist eine finanzielle Nebenerscheinung, die man offensichtlich in Kauf nimmt. Aber diese künstliche Beleuchtung vermag natürlich die Qualität von Tageslicht nie zu ersetzen! Hier beginnt das grosse Interesse der Frauen: Sie kümmern sich nämlich um das Wohlbefinden im Hause.
Für alle Häuser
Es ging durch alle Medien, dass die Heliobus AG am Potsdamer Platz in Berlin drei riesige Lichtsäulen installiert hat, die einen unterirdischen Bahnhof mit Tageslicht versorgen. Dieses Millionenprojekt brachte zwar der Firma grosses Interesse und auch ein hohes Ansehen ein, aber ursprünglich hatte sie ihr System natürlich nicht für solche Prestigeobjekte geschaffen, sondern für die Verwendung in ganz normalen Wohn- und Geschäftshäusern, deren Liegenschaftswert damit erheblich gesteigert werden könnte. Einerseits wären selbstverständlich Neubauten damit zu versehen, aber andererseits liessen sich auch bestehende Häuser ohne grossen Aufwand und kostengünstig nachrüsten.
Vom Licht- zum Spiegelschacht
Schon früher wurden so genannte Lichtschächte erstellt, durch die etwas Tageslicht in die Kellergeschosse gelangen sollte. Doch ihre Lichtausbeute war stets so gering, dass man diese Räume bestenfalls als Lager- oder Abstellkammern nutzen konnte. Die Heliobus AG nun bewirkt mit ihrem raffinierten Spiegelsystem, dass die Tageslichtwerte in den Untergeschossen rund zwanzigmal verbessert werden: Auf einmal entstehen hier helle Spielzimmer, Hobbyräume, Büros, Musikzimmer, in denen es sich sehr gut leben lässt. Sogar bei bedecktem Himmel ist es nun erstaunlich hell, und man kann durch die Kellerfenster sogar den Himmel beobachten! Das herabgeleitete Tageslicht wird von der Zimmerdecke reflektiert und garantiert selbst bei direkter Sonneneinstrahlung die notwendige Blendfreiheit. Aussen wird der Licht- und Spiegelschacht mit Panzerglas abgedeckt und mit Chromstahlblech eingefasst. Das bietet eine grössere Sicherheit vor Einbrechern, lässt keinen Schmutz herein, und trotzdem wird durch besondere Einrichtungen die Luftzirkulation ermöglicht.
Industrielle Fertigung
Die Heliobus AG ist bestrebt, ihr patentiertes System noch besser auf dem Markt zu etablieren. Aus diesem Grunde hat sie eine Kooperation mit der Crea Beton AG angestrebt, der Marktführerin für Beton-Lichtschächte. Diese ist jetzt in der Lage, für Neubauten konfektionierte "Heliobus"-Lichtschächte herzustellen, in welchen das Spiegel-System sehr einfach eingebaut werden kann. Heliobus-Firmenchef Rudolf Signer hat ausgerechnet, dass in der Schweiz jährlich rund 30'000 Lichtschächte neu gebaut werden, von denen etwa zehn Prozent die Hausbewohner vor ein "echtes lichttechnisches Problem" stellen. Das würde für die Heliobus AG ein Potenzial von etwa 2000 bis 3000 Spiegelschächten bedeuten. Und eine ähnliche Grössenordnung könnte auch die Nachrüstung bestehender Lichtschächte annehmen. Während durch die Zusammenarbeit mit der Crea Beton AG ein Lichtschacht in einem Neubau nur etwa 2000 Franken Mehrkosten verursachen würde, käme eine Nachrüstung auf 4000 bis 6000 Franken je nach Grösse - zu stehen.
Verschiedene Beispiele
Die Heliobus AG hat schon an verschiedenen Orten ihr System eingebaut und ist gerne bereit, die entsprechenden Referenzen anzugeben. Und neuerdings hat sie auch im eigenen Haus an der Bogenstrasse 14 in St.Gallen ein Beispiel installieren können, das einen eindrücklichen Vergleich von "Vorher und Nachher" erlaubt, und das damit jeden Besucher sehr leicht von der Qualität dieses Patentes zu überzeugen vermag.
Ralph A. Ottinger, St. Gallen
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