Taghell

Datum: 01. 01. 2014
Der Bauphysiker und ­Tageslicht-Experte Dr. Antoine ­Guillemin von der ETH Lausanne hat die Lichtverhältnisse in seinem Kellerraum vor und nach dem Einbau eines Heliobus-Spiegelschachts gemessen.

Die Ergebnisse sind beeindruckend: Der Raum ist nach dem Einbau bis zu 30-mal heller. Ein ­Resultat, das überrascht.

Dr. Antoine ­Guillemin ist Bauphysiker und Experte für das Thema Tageslicht an der ETH in Lausanne. Die Lichtintensität im und um das Lausanner Einfamilienhauses misst er schon seit über einem Jahr. Als Mitte August 2012 vor einem der Kellerfenster ein Heliobus-Spiegelschacht installiert wurde, veränderten sich die Werte überdeutlich. «Auch ohne Messungen ist klar: Das ist kein dunkler Keller mehr, sondern ein helles Zimmer, das sich bezüglich Lichtqualität kaum von einem normalen Zimmer im Erdgeschoss ­unterscheidet», meint Guillemin.

Seinen Eindruck kann er mit Zahlen aus den Messungen im Keller belegen. Dort steht der Messsensor fast zwei Meter vom Fenster entfernt auf einem Tisch, also da, wo sich auch die Bewohner im Raum aufhalten.

Anforderungen mehr als erfüllt 

Für den täglichen Nutzen interessant ist die während des ganzen Tages gemessene Helligkeit: der sogenannte Tageslichtfaktor, der das Verhältnis zwischen der Lichtintensität drinnen und draussen beschreibt. Die Tageslichtanforderungen für Büros liegen gemäss der Chartered Institution of Building Services Engineers (CIBSE) bei einem Tageslichtfaktor von mindestens zwei Prozent. Ein Wert, den der untersuchte Kellerraum früher nicht erreichte. Heute übertrifft der Tageslichtfaktor hier sogar die Fünfprozentmarke: Der Raum gilt damit als ­ausserordentlich gut beleuchtet. 

Überzeugende Ergebnisse 

Bereits nach kurzer Zeit der Untersuchung ist das Ergebnis eindeutig. Die Tageslichtmenge ist heute 11- bis 20-mal grösser als früher. Und der Tageslichtfaktor von mehr als fünf Prozent verwandelt den Kellerraum zu einem ausserordentlich gut beleuchteten Arbeits- oder Wohnraum. Die Untersuchungen werden über die nächsten Monate fortgesetzt.

Zur Studie


TH Lausanne, Dr. Antoine Guillemin

Dr. Antoine Guillemin ist diplomierter Physiker EPFL, Dr. für Bauphysik und Tageslicht sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Interdisciplinary Laboratory of Performance-Integrated Design. www.epfl.ch