Revolution

Datum: 01. 01. 2014
Der Beleuchtungsmarkt revolutioniert sich. Die alte Glühbirne hat ausgedient. Mit neuen Techniken (zum Beispiel OLED-Licht-Technik, eine organische Leuchtdiode) entstehen interessante Beleuchtungsmöglichkeiten.
Doch wo es Licht hat, gibt es auch Schatten: Wir verbrauchen trotz effizienter Technologien immer mehr Energie für Beleuchtung. Und genau deshalb ist die konsequente

Die Glasfassade des neuen Geschäftshauses leuchtet orange, die Türe des Privathauses einladend türkisblau. Ein Streifen der Arbeitsfläche in der Küche maisgelb, die Kaffeemaschine dunkelrot. Im Badezimmer fliesst das Wasser violett ins Lavabo und die Tapete des Schlafzimmers leuchtet grasgrün. LED- und OLED-Technologie machen es möglich. Die Glühbirne hat ausgedient - LED und OLED zeigen auf, dass nach neuen Leuchtenformen verlangt wird. Das Thema Beleuchtung so richtig revolutionieren wird OLED - wenn die Entwicklung weiter fortgeschritten sein wird.

LED und OLED werden viel verändern. Obwohl es viele Nachteile der alten Glühbirne nicht mehr gibt, haben auch neue Technologien eine Schattenseite. Die metallischen Grundstoffe, die sogenannten seltenen Erden, die es zur Herstellung von LED-Leuchten braucht, werden zu über 90 Prozent in China gefördert. Der Abbau und die Verarbeitung belasten die Umwelt.

Eine gute Alternative ist immer noch die konsequente Nutzung des Tageslichtes. Überall will man es hell haben. Licht ist Prestige, Licht ist ein Lockmittel (zum Beispiel in Einkaufszentren). Die Zahl der Lampen hat sich in den Schweizer Haushalten in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Im Schnitt brennen heute 24 Lampen in jeder Wohnung. Rita Contini vom Architekturbüro Artevetro in Liestal stellt fest, dass Energie viel zu leichtfertig verbraucht wird. Ihr ist es wichtig, so viel wie möglich mit dem natürlichen Tageslicht und ohne Hilfsmittel zu arbeiten.

Sonne und natürliches Tageslicht einzufangen und über verspiegelte Kanäle auch in dunkle Räume, etwa in Keller, zu transportieren, darauf ist die Firma Heliobus in St. Gallen spezialisiert. Roland Zellweger, Leiter Produktion, betont die Vorteile: «­Nur Tageslicht gibt alle Farben in seiner Reinheit wieder. Unsere Systeme funktionieren auch an bewölkten Tagen einwandfrei.» Hinsichtlich der Energiebilanz ist aber auch hier eine differenzierte Betrachtung wichtig. Jedes Lichtsystem und damit auch die Sonnenlenkung löst einen direkten und indirekten Energiebedarf (Graue Energie) aus.

Quellen: Eigene Überlegungen und Artikel «Revolution des Lichtes»